Fazit 1: Wagner ProjectPro 117

Wie schon länger versprochen möchte ich meine Erfahrungen mit dem Wagner Farbsprühgerät mit Euch teilen.

Intention des Kaufs: Rollen vs. Spritzen

Bei bisherigen Farbarbeiten in Wohnung und Haus haben wir es wie die Meisten anderen auch gemacht, mit der Rolle. So hat man es kennen gelernt, also macht man es selbst auch so. Gerade das Rollen von Decken ist aber immer irgendwie nervig. Es tropft und beansprucht die Arme und Schultern. Und …. es dauert eine ganze Weile. Erst recht, wenn ein Auftrag nicht ausreicht. Spätestens als ich anfing die Wand- und Deckenflächen auszurechnen, die wir zu malern hatten wurde ich weiß wie eine 1A Alpina Wandfarbe: Inkl. des Treppenhauses kamen sage und schreibe 806qm bei heraus! Das in der geplanten Zeit mit der Rolle in zwei Aufträgen zu schaffen schien unmöglich. Also haben wir uns auf die konkrete Suche nach Alternativen gemacht. Mit dem Thema Farbspritzgerät hatten wir uns schon zuvor beschäftigt, die Suche nach einem brauchbaren Gerät aber oft wieder aufgegeben. Das lag zunächst auch an der Preisspanne, die wir bereit waren für ein solches Gerät zu zahlen. In Anbetracht der großen Fläche haben wir diese Spanne aber erhöht. So kam meine Frau bei der Recherche schnell auf die Wagner ProjectPro 117. Diese versprach als Semi-Profigerät gute Eigenschaften. Eine der Wichtigsten war jedoch, dass sie einen Ansaugrüssel zur Anwendung der Farbe direkt aus dem 10 Liter Eimer besitzt. Die meisten Geräte der Baumarktklasse bieten hier nur einen Tank direkt an der Pistole. Der ist schnell leer, muss häufig aufgefüllt werden und ist beim Verarbeiten unnötiger Ballast am Arm. Ausserdem kann ich mir schwer vorstellen mit der Konstruktion über Kopf Decken zu spritzen. Die Wagner hat einen sieben Meter langen Schlauch, der für die meisten Einsatzzwecke im Privaten Bereich einen ausreichenden Aktionsradius erlaubt.

Vorbereitungen

Fenster abkleben

Fenster abkleben

Damit auch nur die Stellen Farbe abbekommen, bei denen das auch beabsichtigt ist, sollte man zuvor sorgsam alles abkleben. Fenster, Türen, den vielleicht schon fertigen Boden. Hört sich einfach an. Ist es auch, kostet aber dennoch recht viel Zeit, die man bei der Gesamtkalkulation unbedingt berücksichtigen sollte. Wir haben im Gesamten etliche Rollen Maler-Krepp (ca. 40x50m!!!) und Abdeckfolie verbraucht. Für ein Zimmer mit mehreren bodentiefen Fenster, gehen hier locker 6 Stunden zum Abkleben drauf. Bei uns war es das Wohnzimmer und die offen anschließende Küche mit insgesamt 6 Fenstern. Bei der Vorbereitung sollte man sich schonmal überlegen, in welcher Ecke des Raums man mit der Farbarbeit startet. Dann kann man das Gerät mit dem Eimer so positionieren, dass man es ohne viel Schlauch- und Kabelsalat nur weiter schieben braucht. Auch wichtig: bitte beachten, dass man beim Spritzen der Decke immer den Blick oben hat und Gefahr läuft über das Gerät mit dem Eimer oder den Schlauch zu stolpern.

Verarbeitung, Handhabung

Für die Handhabung des Geräts selbst benötigt man ein wenig Übung. Zum einen muss man sich die Handgriffe zur Inbetriebnahme einprägen. Zum anderen muss der Schwung und die Führung der Pistole beim Auftragen locker von der Hand gehen. Andernfalls sieht man unschöne Streifen als Resultat zu großer Überdeckung der einzelnen Auftragsbahnen, oder weil die Lücken dazwischen zu groß sind. Hier hat es ungemein geholfen zuvor Videos hierzu bei Youtube anzuschauen. Falls man mitten auf der Wand den Sprühvorgang aussetzen musste, will auch das neu Ansetzen gelernt sein. Sonst bekommt man ganz schnell einen Streifen mit Tropfnasen. Damit am Ende alles gut aussieht, habe ich in weniger oft besuchten Räumen, z.B. unseren Abstellräumen, angefangen mit der Wagner zu üben. Habe mich dann über das Gästezimmer und das Büro, die Kinderzimmer und das Schlafzimmer vorgearbeitet. Zum Schluss habe ich die Diele und das Wohnzimmer gemacht.

Tipp: Falls Decke und Wand je eine andere Farbe bekommen sollen, ich habe dann zuerst die Wand gespritzt, trocknen lassen, abgehängt und dann erst die Decke gespritzt. Die Decke im Nachhinein nochmal abzuhängen war aus meiner Sicht zu umständlich.

Pflege

Reinigung Wagner ProjectPro 117

Reinigung Wagner ProjectPro 117

Nach der Benutzung der Wagner, muss man sie sehr gut reinigen. Farbe, die aussen am Gerät hängt, bekommt man später noch ab. Das, was sich in den Schläuchen oder der Pumpe selbst festsetzt, zerstört es innerhalb kurzer Zeit. Sollte man während der Verarbeitung eine Pause von mehr als 30 Minuten einlegen, empfiehlt es sich zuvor die Schläuche kurz mit Wasser zu spülen und die Pistole ins Wasser zu legen. Es hält den Reinigungsaufwand in Grenzen, wenn man sich pro Arbeitstag einen zusammenhängenden Block an Zeit für die Arbeiten mit der Wagner reserviert. Kurze Pausen sind ok, längere erhöhen den Reinigungsaufwand. Am Ende des Arbeitstages muss das Gerät dann gründlich gereinigt werden. Ich habe es immer mindestens 5 Minuten mit klarem Wasser laufen lassen, danach die Pistole zerlegt und bis zum nächsten Einsatz im Wasser gelassen. Ebenso den Ansaugstutzen in den Eimer mit Wasser stellen. Alles in Allem sollte man für die Reinigung nochmal 20-30 Minuten einplanen.

Ergebnis

Ergebnis Wagner ProjectPro 117

Ergebnis Wagner ProjectPro 117

Das Wichtigste zum Schluss: der reine Arbeitszeitvorteil ist trotz des Abklebens enorm. Das Wohnzimmer inkl. Küche hat insgesamt ca. 59qm. Die waren dann in ca. 45-60 Minuten reiner Spritzzeit (zweifarbig) fertig!! Kleinere Räume von ca. 10-15qm schafft man auch in  10 Minuten (einfarbig). Da ist man gerade erst mit dem Arbeiten in Schwung gekommen und schon ist man fertig. Die Qualität des Farbauftrags ist ebenfalls um Längen besser, als mit der Rolle. Erst recht, wenn man die Farbe direkt auf die Wand aufträgt und keine Raufasertapete beim Kaschieren von unsauberen Stellen hilft 😉 Als Lohn der Arbeit bekommt man eine schöne, ebene, seidige Fläche.

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Mitten drin!

Nun sind wir mitten drin im Rollen, Kleben, Schleifen, Bohren …. Die Wände und Decken (außer in den Bädern) sind komplett mit der Wagner gespritzt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden! Der Farbauftrag ist extrem gleichmäßig. Die Zeitersparnis ist enorm! Der Abklebeaufwand allerdings auch. Ich hab ca 40 Rollen Klebeband je 50 Meter verbraucht. Alles sorgfältig vorbereitet. trotzdem ist ein wenig Spray an einigen Stellen im Haus zu finden. Im Neubau ist das zu verschmerzen, in einem bewohnten Haus oder einer Wohnung geht das aus meiner Sicht gar nicht.

Nach der Farbe waren einige Akzenttapeten im Wohnzimmer und den Kinderzimmern dran.

Am Freitag wurde das Material für den Boden geliefert. Grundierung, Voranstrich, Spachtel + Versiegelung.
Den haben wir heut verarbeitet, am Mittwoch geht’s dann mit dem Spachtelbelag los.

Am Samstag hat dann auch schon mal das Aussenlicht „hallo“ gesagt 🙂

Derzeit hängen wir ein Stück hinter unserem Zeitplan, weil der Putz in den Bädern noch fehlt.
Mal sehen wann ein bißchen Ruhe einkehrt …

Tag 3 // Wagner Power // Fliesen // Unitymedia

Nach dem Probesprühen der Grundierung, hab ich mich heut an die Farbe gewagt. Fenster ankleben, Tür verhängen, Maschine befüllen und los ging’s. Bevor man richtig in Fahrt kommt, ist es auch schon wieder vorbei … In nicht einmal fünf Minuten war der Raum fertig! Aber man braucht echt viel Übung, um ein perfektes Ergebnis mit Farbersparnis zu bekommen. Der Farbverbrauch war recht hoch :-(.
Mal sehen wie die nächsten Zimmer werden.
Heute wurden nun endlich auch die Unitymedia und Telekom Kabel ins Haus geholt! Ich bin begeistert! Nach 12 Wochen sind sie drin.

Stay tuned …
Gute Nacht.

Der Tag der Giraffe

Es tut sich einiges im Haus. Die Trockenbauer sind fleißig gewesen und haben die meisten Rohrverkleidungen gebaut. Gleich drauf war schon der Fliesenleger da und hat schnell die erste Wand belegt gehabt. Wir haben angefangen den Putz für die Farbe vorzubereiten, Löcher verspachteln, mit der „Giraffe“ die Wände und Decken schleifen.

Ach ja, am Donnerstag wurde unser Warp-Antrieb installiert. Sieht schon imposant aus die Lüftungsanlage.

Mal sehen wieviel wir in den nächsten Tagen schaffen.